Katharina Grau und Andreas Pfeifer beantworten in Episode 5 wieder 10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer

10 x 10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer – Episode 5

Die fünften 10 x 10 Marketingfragen, die uns in den 10 Jahren der Heldenhelfer gestellt wurden – und unsere 10 Marketingantworten darauf.

Dies ist die Transkription des Video-Podcasts Episode 5 – das Video gibt es hier zu sehen.

Katharina: Hallo und herzlich willkommen zu unseren 10 x 10 Fragen aus 10 Jahren Heldenhelfern in der Ausgabe Juni 2020. Wir freuen uns, dass Ihr alle wieder mit dabei seid.

Andreas: Ja, wir begrüßen Euch und haben wieder, wie wir glauben, spannende Fragen herausgesucht, die dem einen oder der anderen den einen oder anderen Impuls geben sollen.

 

 

 

 

Katharina: Die Frage Nummer 41, die uns immer wieder gestellt wird, ist:

Wie bekomme ich eigentlich mehr Bewertungen?

Andreas: Bewertungen gehen nicht vom Bewerteten aus, sondern vom Bewerter – aber ich kann durchaus den Bewerter ein bisschen dazu motivieren, mir oder meinem Betrieb eine Bewertung zu geben. Das kann ich zum Beispiel machen, wenn der Gast im Restaurant war bei der Verabschiedung. Vielleicht habe ich sogar ein kleines Kärtchen vorbereitet mit den von mir präferierten Bewertungsportalen. Das kann ich auf dem Hotelzimmer tun, indem ich beispielsweise an die gratis Flasche Wasser ein Kärtchen dranhänge „Wir laden Sie ein zum Wasser und wir freuen uns, wenn Sie sich mit einer Bewertung bedanken“. Ansonsten eignen sich natürlich auch die Social-Media-Kanäle dazu, ebenso eine Follow-Up-Mail nach dem Besuch. Wenn man das macht, bitte darauf achten: Diese Mail hat schon Werbecharakter und deswegen muss mir eine Einwilligung des Kunden oder des Gastes vorliegen, dass ich ihm eine solche Mail direkt schicken darf.

Katharina: Social Media, Social Netzwerke, das ist das Thema unserer Frage 42:

In welchem Sozialen Netzwerk soll ich mich engagieren?

Andreas: Die Entscheidung treffen wir häufig aus unserer Sicht. Es macht aber durchaus Sinn, die eigene Brille abzusetzen und die Kundenbrille aufzusetzen. Die Kundenbrille aufsetzen heißt in diesem Fall: Ich schaue mich einfach mal um, wo Kunden und Interessenten überhaupt aktiv sind. Stellen wir uns zwei Räume nebeneinander vor, wir haben den Pinterest Raum und den Instagram Raum. Ich bin bei Pinterest aktiv, weil ich denke, das macht Sinn und ich kenne mich da auch schon ein bisschen aus, habe schon einen Account angelegt, aber meine Kunden und Interessenten sind alle im Instagram Raum. Dann bringt es relativ wenig, also immer schauen, wo sind denn meine Kunden und Interessenten aktiv. Dort sollte ich dann entsprechend auch aktiv sein. Wenn ich es nicht weiß, dann frage ich im Zweifelsfall auch mal nach, wo sich wer engagiert. Bitte dran denken: Höchstens drei, besser nur zwei Kanäle am Anfang auswählen, damit man sich in diese auch einarbeiten kann und diese auch dann gut und regelmäßig bedienen kann mit Posts.

Katharina: Wer die 10×10-Fragen-Video-Podcasts schon verfolgt hat, der weiß, dass wir uns immer wieder um Online-Marketing, Website, Suchmaschinenoptimierung kümmern. Da stellt sich zum Beispiel auch die Frage 43:

Wie messe ich die Ladegeschwindigkeit meiner Website?

Andreas: Da stellt sich zunächst mal die Frage: Warum ist es überhaupt wichtig, die Ladegeschwindigkeit einer Webseite zu kennen? Es ist eindeutig ein SEO-Faktor, also ein Faktor in der Suchmaschinenoptimierung. Und fündig wird man, wenn man nach einem Tool sucht, um das zu messen, bei Google selbst. Gebt einfach mal in der Google Suche das Wort „Pagespeed“ ein, und dann werdet Ihr auf die Developer Seite von Google weitergeleitet und könnt dort direkt messen, wie schnell Eure Seite lädt. Wenn Ihr merkt, mobil oder auf der großen Desktop-Seite, die Ladegeschwindigkeit wird von Google als zu langsam angegeben (und da entscheiden tatsächlich Sekunden), dann solltet Ihr daran tatsächlich arbeiten, weil Ihr sonst im Google Ranking weiter nach unten fallt. Schuld sind häufig übrigens die Bilder, zu große Bilddateien hochgeladen verzögern den Seitenaufbau Eurer Webseite ganz enorm.

Katharina: Kommen wir zur Frage 44. Da geht es darum, dass uns ganz viele Kunden von uns sagen, ich muss das machen, ich muss jenes machen, und dann kommt hier noch Facebook und dann kommt eine Frage über Facebook und dann kommen Mails und so weiter, und so weiter.

Wie schnell muss ich eigentlich auf Anfragen aus dem Netz reagieren, denn ich habe auch so vieles andere noch zu tun?

Andreas: Das ist sicherlich ein bisschen vom Betrieb abhängig, wie schnell ich reagieren sollte. Wenn ein Gast mittags eine Direktnachricht oder eine Mail schreibt, dass er für abends gerne einen Tisch reservieren möchte, dann langt es natürlich keinesfalls, wenn ich erst am nächsten Morgen ihm eine Antwort schicke. Ansonsten würde ich mich jetzt mal nicht davon kirre machen lassen. Wir empfehlen normalerweise, zeitnah zu antworten. Zeitnah heißt aber nicht, binnen einer Viertelstunde oder binnen einer Stunde, in der Regel langen 2, 3, 4 Stunden durchaus. Manchmal hilft es einfach auch schon eine Antwort zu geben wie „Anfrage ist reingekommen, wir haben es gesehen, wir kümmern uns drum und wir reagieren morgen darauf“, dann weiß der Gast oder der Kunde jedenfalls, dass es gesehen worden ist und dass sich tatsächlich jemand um die Antwort bemüht.

Katharina: Wir halten im Marketing viel von Videos und auch unsere Kunden haben sich in den letzten 10 Jahren die Frage 45 gestellt: Wo lade ich eigentlich am besten meine Videos hoch?

Ist es besser Videos direkt auf Facebook hochzuladen oder von Youtube aus zu verlinken?

Andreas: Tatsächlich wurde am Anfang der Weg beschritten, ich lade meine Videos bei YouTube in meinen eigenen YouTube Channel hoch, und dann setze ich Links in den sozialen Netzwerken. Das hat Facebook relativ schnell spitzbekommen und hat gesagt: „Wir wollen alles Mögliche tun, damit nicht zur Konkurrenz gewechselt wird“. Weil ein Link auf YouTube ist natürlich ein Link zum Erzrivalen Google. Daraufhin hat Herr Zuckerberg in sein Netzwerk einen YouTube Player eingebaut. Der YouTube Player ermöglicht es, ein YouTube Video direkt in der Plattform Facebook abzuspielen. Nichtsdestotrotz schlägt der Filter weiterhin zu, das heißt, es werden fremdverlinkte Videos deutlich weniger angezeigt in den einzelnen Timelines als direkt hochgeladene Videos. Deswegen unsere Empfehlung: Wenn Ihr es bei Facebook posten wollt, macht Euch die doppelte Arbeit, ladet es trotzdem weiterhin bei YouTube hoch und gebt dort die entsprechenden Suchmaschinenbegriffe ein – und ladet es separat auf Eure Facebook Fanpage hoch. Ist zwar zweimal Ladezeit, wird aber wirklich belohnt.

Katharina: Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an Google+ erinnern, ein Soziales Netzwerk von Google, in dem man ähnlich wie bei Facebook Beiträge etc. posten konnte. Frage 46:

Google+ ist eingestellt. Kann ich trotzdem bei Google irgendwo etwas posten?

Andreas: Ja, Google+ ist im April 2019 geschlossen worden und dementsprechend hatten wir vermeintlich gar keine weitere Möglichkeit mehr, bei Google etwas zu posten. Aber es geht bei Google My Business (übrigens ein Thema, zu dem wir auch Webinare geben). Google My Business bietet die Möglichkeit Beiträge zu posten. Da kann ich Beiträge zu Neuigkeiten und zu Events posten und jetzt im Moment in der Corona-Zeit auch zu veränderten Ladenöffnungszeiten oder generell Updates zur Corona-Situation in meinem Betrieb. Also die Möglichkeit gibt es. Wo tauchen diese Posts auf? Diese Posts tauchen direkt in der Suchmaschine ein bisschen weiter unten in Eurem Google My Business-Eintrag auf (Beispiel), werden mit einem Bild versehen, einer Überschrift, einem entsprechenden Text und wenn man möchte auch einem Call to Action-Button.

Katharina: Da kommen wir quasi gleich zur nächsten Frage, der Frage 47:

Was ist ein Call to Action und wozu brauche ich den?

Andreas: Wenn man den Begriff „Call to Action“ übersetzt, heißt es Handlungsaufforderung. Es geht also darum, einem Webseiten-Besucher, einem Social-Media-Besucher, einem Anzeigen-Leser zu sagen, was er jetzt als nächstes tun soll. Also zum Beispiel: Hole Dir ein Angebot ein, ruf uns an, lade Dir eine Checkliste als PDF herunter, trag Dich in unseren Newsletter ein. All das sind Handlungsaufforderungen, die am Ende einer werblichen Maßnahme stehen sollten. Beim eben genannten Google My Business-Beitrag setzen wir zum Beispiel die Anmeldeseite darunter, bei der man sich zu einem Seminar anmelden kann. Und dann lautet der Call to Action entsprechend „Anmeldung“ oder „anmelden“. Wenn ich möchte, dass die Kundschaft ein Video ansieht, dann wähle ich einen Button aus, der „zum Video“ oder „Video ansehen“ lautet. Keine Webseite und keine werbliche Maßnahme sollte ohne diesem Call to Action an den Start gehen. Man wundert sich, denn man hat es mit erwachsenen Leuten zu tun: Steht da kein Call to Action, gehen viele Leute einfach von der Seite weg, obwohl sie vielleicht zugestimmt haben, aber sie wurden nicht aufgefordert, was zu tun – und dann tun sie es auch nicht.

Katharina: Stichwort Neuigkeiten. Es fällt dem einen oder anderen immer schwer, sich was Neues auszudenken für die Dinge, die gepostet werden sollen. Kunden stellen uns Frage 48:

Ich höre immer wieder im Radio was von „Mottotagen“? Wo finde ich eine Übersicht?

Andreas: Diese Mottotage sind über das ganze Jahr verteilt. In der Regel steht jeder Tag unter einem Motto, meistens sogar mehreren. Da gibt es den „Tag des Schokoladenkuchens“, den „Tag des Wolkenkratzers“ oder auch den „Tag der Blockflöte“. Es gibt tatsächlich eine Redaktion, die sich die Mühe gemacht hat, all diese Thementage zu sammeln und die findet ihr unter kleinerkalender.de. Der Kleiner Kalender listet nicht nur die Thementage chronologisch auf, sondern wenn man dann auf den entsprechenden Tag klickt, bekommt man auch eine Erklärung, wie ist das entstanden, wer steckt möglicherweise dahinter, wird dieser Tag weltweit begangen oder vielleicht nur in Deutschland? Das heißt, man wird auch mit entsprechenden Details versorgt. Hier ist ein bisschen Kreativität gefragt, wie kann ich aus einem Thema, was erst mal gar nichts mit meinem Thema zu tun hat, vielleicht trotzdem einen interessanten Post gestalten? Schaut Euch einfach mal um. Einer meiner Lieblingstage ist übrigens der Tag des deutschen Butterbrots.

Katharina: Und der ist am letzten Freitag im September!
Wir gehen noch mal kurz zurück zu Webseite und Online Marketing. Auch hin und wieder hören wir von unseren Kunden die Frage 49:

Verbessert sich mein Google-Ranking, wenn ich mir viele Domains kaufe, die auf meine Seite verweisen?

Andreas: Nein, das tun sie tatsächlich nicht. Das war die Hoffnung, und deswegen haben ganz viele auch viele Domains gekauft. Lohnt sich aber schon ganz, ganz lange nicht mehr. Weil die Weiterleitung auf eine andere Domain zeigt Google eigentlich von vornherein an: Hier bekommst Du gar keine neuen Inhalte, das ist eigentlich nur eine Brücke zur Hauptseite, und das bringt also gar nichts. Wo es durchaus etwas bringen kann, ist, wenn ich Aktionen fahre. Und wenn ich Aktionen fahre, dann will ich vielleicht das Aktionsmotto oder den Slogan als Domain nutzen – und dann lege ich mir dazu eine Domain an und vielleicht auch eine passende Landingpage und vielleicht auch eine passende Aktions-E-Mail-Adresse. Dann kann es marketingtechnisch durchaus Sinn machen, aber das Suchmaschinenranking beeinflussen die Domains nicht.

Katharina: Und schon sind wir bei der letzten Frage für heute. Aufmerksame Hörer unseres 10 x 10 Fragenbogens wissen, dass sich die 10. Frage jeder Ausgabe ich immer um die Heldenhelfer selbst dreht. Wir erhalten hin und wieder mal Bewerbungen oder Anfragen: Wir würden so gerne bei Euch mitarbeiten. Diese Fragen oder diese Anfragen beantworten wir immer mit: Nein, eigentlich nicht. Frage 50:

Warum suchen die Heldenhelfer keine neuen Mitarbeiter?

Andreas: Also „eigentlich nicht“ heißt in diesem Fall, „ganz definitiv nicht“. Denn als wir die Heldenhelfer vor 10 Jahren gegründet haben, kamen wir aus meiner ehemaligen Agentur, die damals 30 Mitarbeiter hatte. Wir wissen also sehr wohl die Vorteile eines großen Teams zu schätzen. Wir haben uns aber darauf festgelegt, dass die Heldenhelfer tatsächlich aus uns beiden und dem Heldenhelferinnen-Hund Lou besteht. Mehr passiert bei uns personell auch nicht. Hin und wieder (ganz selten) nehmen wir mal eine Praktikantin oder einen Praktikanten auf, aber Mitarbeiter suchen wir nicht. Unser Beratungsgeschäft ist sehr speziell, und unsere Kunden wollen gerne eine von unseren beiden Nasen sehen und die bekommen sie auch zu sehen. Das heißt, es gibt keine Menschen im Hintergrund, die am Projekt mitarbeiten. Sehr wohl haben wir aber ein gut ausgebautes Netzwerk, also wir müssen nicht alles alleine machen. Wenn wir was nicht können oder keine Zeit dazu haben, dann stehen natürlich Netzwerkpartner bereit.

Katharina: Und zum Thema Netzwerk werdet Ihr im nächsten Monats-Podcast etwas hören. Wir sind schon wieder am Ende für Juni. Vielen Dank, dass Ihr alle zugehört habt. Wir freuen uns auf Feedback, wir freuen uns aber auch, Euch irgendwann mal wieder live zu sehen. Und sagen einfach jetzt mal Tschüss!

Andreas: Bleibt neugierig und heldenmutig – und freut Euch auf die Juli-Ausgabe von 10 x 10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer.

 

Katharina Grau und Andreas Pfeifer sind Berater bei der Marketingberatung Die Heldenhelfer in Wiesbaden, die 2020 ihr 10jähriges Firmenjubiläum feiert.


Die beiden Marketingberater helfen mit ihrer jahrzehntelangen Kommunikationserfahrung und ihrem Marketingwissen bei Markenaufbau und Positionierung, bei Marketingkonzepten und durch Schulungen, Seminare und Trainings. Im Mittelpunkt stehen die Hilfe zur Selbsthilfe und Do-it-yourself-Marketing.  

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