10×10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer – Episode 3

Die dritten 10 Marketingfragen, die uns in den 10 Jahren der Heldenhelfer gestellt wurden – und unsere 10 Marketingantworten darauf.

Dies ist die Transkription des Video-Podcasts Episode 3 – das Video gibt es hier zu sehen.

Katharina: Herzlich willkommen, ihr lieben fleißigen 10×10 Helden und Heldinnen. Als wir vor vier Wochen das letzte Mal aufgezeichnet haben, wer hätte das gedacht, was in den letzten vier Wochen alles passiert. Schwierig, schwierig gerade in der Situation für kleine und mittelständische Unternehmen jetzt was zu tun. Wir wollen euch ein paar Hinweise und Tipps geben, wie in jeder monatlichen Aufzeichnung, was man jetzt gerade machen kann und was euch vielleicht auf der Seele brennt und was jetzt vielleicht getan werden müsste.

Andreas: Wir haben wieder 10 Fragen aus insgesamt 100 Fragen ausgesucht, die uns in den 10 Jahren der Heldenhelfer gestellt worden sind. Damals war noch nicht abzusehen, dass wir heute mit der Coronakrise zu kämpfen haben. Deswegen ein ganz aktueller Hinweis vorneweg. Wer wissen möchte, was er jetzt ganz konkret tun kann, um sein Marketing besser aufzustellen für die Zeit nach Corona, und ja, die wird kommen, der geht bitte auf unsere Webseite www.die-heldenhelfer.com/checkliste. Und dann kommt er auf die Unterseite mit der Marketing-Checkliste, wo wir in 12 Punkten dargestellt haben, was man jetzt vorbereitend tun kann. Und jetzt fangen wir an …

 

 

 

 

Katharina: Die Frage 21 ist: Wie kann ich meine Sichtbarkeit im Netz steigern?

Andreas: Sichtbarkeit im Netz heißt, möglichst viele andere Websites sollten auf meine Webseite hinweisen. Das Fachwort dazu heißt Backlink. Also versucht Backlinks zu setzen, wo immer ihr könnt. Ihr könnt euch kostenlos in Adressverzeichnisse eintragen lassen, ihr könnt gute Bewertungen oder generell Bewertungen einholen, aber gute sind natürlich besser, Social Media gibt eine ganze Menge Möglichkeiten Links zu eurer Seite zu setzen. Und natürlich eure Kunden, eure Lieferanten, eure Partner können auf ihren Webseiten auch Links setzen. All das liest Google aus und das trägt zu eurer Sichtbarkeit und damit auch zur Sichtbarkeit in der Suchmaschine Google bei.

Katharina: Ist ein ganz wichtiger Punkt und man hat jetzt vielleicht ein bisschen Zeit, das eine oder andere in dieser Art und Weise zu erledigen.

Wir arbeiten viel mit Gründern zusammen und da stellt sich immer wieder die Frage 22: Muss ich meine Positionierung schon bei Gründung festlegen? Muss ich denn schon am Anfang meines Geschäftes wissen, wie meine Positionierung sein soll, weil ich weiß doch eigentlich gar nicht genau, wer kommt oder vielleicht können ja auch alle kommen, muss ich mich denn da schon genau festlegen?

Andreas: Es ist sinnvoll, sich am Anfang schon festzulegen. Das heißt nicht, dass das für alle Ewigkeit in Stein gemeißelt ist, aber es ist sinnvoll, mit einer Positionierung, und zwar in dem Fall eher mit einer spitzen Positionierung anzufangen. Wir werden immer wieder von Gründern gefragt: Kann ich das nicht auf die Zeit später verschieben? Fragt mal gestandene Unternehmer, die wie wir schon mehrere Unternehmen gegründet haben, wann die Zeit kommt, wo man für solche Grundlagenarbeiten mal Zeit hat? Kam sie jemals?

Katharina: Nee.

Andreas: Sie kam nie. Es wird im Zweifelsfall immer mehr Arbeit. Also am Anfang hinsetzen, Positionierung ausarbeiten und dann weiß ich auch anhand meiner Zielgruppen, meiner Botschaft, meiner Leistungen, meinem Nutzenversprechen, wen ich ansprechen will und über welche Kanäle ich diese Menschen erreichen kann.

Katharina: Danke. Frage Nummer 23: Warum soll ich denn meine Mail-Adresse passend zur Domain anlegen?

Andreas: Man muss sich eigentlich fragen: Warum tue ich es nicht? Weil ich habe schon eine Domain gekauft, die trägt meinen Markennamen oder meinen Firmennamen, und warum sollte ich dann mit einer semiprofessionellen Adresse, also einer, die semiprofessionell wirkt, ins Rennen gehen, die auf web.de, gmx.de oder irgendwas.de endet? Ich nehme sinnvollerweise die E-Mail-Adresse passend zur Domain. Es sieht einfach professioneller aus und es ergibt ein geschlossenes Markenbild auch im Netz.

Katharina: Genau, so ist das. Wir sind schon bei Frage 24: Könnt ihr mich auch auf Bezug meine Datenschutzerklärung beraten?

Andreas: Dazu müssen wir generell sagen, wir sind Marketingberater und keine Rechtsberater. Das heißt, in rechtlichen Dingen ebenso wie in steuerlichen Dingen beraten wir nicht und wir dürfen das gesetzlich auch nicht. Sehr wohl können wir aber Tipps geben, wie wir es selber gemacht haben, beziehungsweise wir können verweisen auf Rechtsanwälte und Juraportale, die solche Datenschutzerklärungen kostenlos zur Verfügung stellen.

Katharina: Das ist super. Wir sind relativ viel im Social-Media-Bereich unterwegs und schulen da auch sehr viele Menschen und werden dabei immer wieder gefragt: Frage 25: Brauche ich Social Media Guidelines?

Andreas: Wenn ich alleine unterwegs bin, das heißt wenn ich ein Solopreneur oder eine Solopreneurin bin, dann brauche ich keine Social-Media-Guidelines, weil mit mir selbst muss ich keine Guidelines vereinbaren. Wenn es aber ein paar Beteiligte gibt, und das lohnt sich schon bei einem kleinen Team sagen wir mal so ab drei, vier, fünf Personen, ab dann lohnt es sich Social-Media-Guidelines einzurichten. Wenn wir Social-Media-Guidelines für unsere Kunden erarbeiten, dann werden die individuell auf die Marke und auf die Firma angepasst. Es gibt ein paar grundsätzliche Spielregeln. Je größer die Firma und je größer das Team ist und je mehr Mitarbeiter als Markenbotschafter auch in Social Media eingesetzt werden, umso empfehlenswerter ist es, entsprechende Guidelines einzurichten. Das sind sozusagen die Spielregeln, wie ich mich in den sozialen Netzwerken verhalte.

Katharina: Also ein Ja, wenn entsprechende Größe des Unternehmens da ist. Jetzt im Moment ist ein guter Kontaktpunkt mit seinen Gästen und Kunden verbunden zu bleiben, ein Newsletter. Viele setzen jetzt zum ersten Mal einen Newsletter auf. Jetzt stellt sich die Frage 25: Brauche ich ein spezielles Newsletter-Programm oder kann ich das von meinen E-Mail-Account machen? 

Andreas: Also rein technisch gesehen kann ich es von meinem E-Mail-Account machen, allerdings ist es nicht empfehlenswert. Newsletter verschickt man sinnvollerweise über einen professionellen Provider, der in der Branche auch bekannt ist. Das heißt, die Filter in den E-Mail-Programmen springen nicht sofort an. Und es wird gar nicht gern gesehen, wenn man seine eigene E-Mail-Adresse nutzt, um Massenmails – und es sind ja oft hunderte, manchmal tausende von Mails – rauszusenden. Oft geht das technisch gar nicht, dann muss ich lauter kleine einzelne Tranchen einsetzen oder ich nehme Nachteile in Kauf wie beispielsweise, dass ich über mein E-Mail-Programm keine Statistik erhalte. Wer hat eröffnet, wer hat wo geklickt? Und ähnliches. Das alles bietet mir nur ein Provider. Das heißt, um nicht im Spamfilter zu landen und um das Ganze professionell auswertbar zu machen, empfehlen wir auf alle Fälle Newsletter-Programme und da gibt es tatsächlich auch ein paar, die sind kostenlos, beispielsweise MailChimp oder Newsletter2Go, die gerade in sendinblue umbenannt wurden).

Katharina: Was wir auch immer wieder gefragt werden, ist, wenn wir neue Social-Media-Profile anlegen beziehungsweise Kunden dann schulen darauf: Frage 27: Soll ich Interessenten auf meiner Website duzen oder siezen? Weil Duzen ist im Moment schwer in. Wie siehst du das?

Andreas: Ja, Duzen ist schwer in, allerdings muss es zur Marke passen. Und ich empfehle generell: Macht es so wie im richtigen Leben. Wenn ihr eure Kunden duzt, dann duzt sie bitte auch nicht nur in den sozialen Netzwerken, sondern auf der Webseite, in der Newsletter-Ansprache, in allen Marketingmaßnahmen, die ihr fahrt. Wenn ihr üblicherweise aber, wenn ein Neukunde anruft oder ein Kunde euch erstmals in eurem Hotel oder Restaurant besucht, wenn ihr diese Menschen zunächst einmal siezt, dann solltet ihr das auch auf der Webseite und in den Sozialen Netzwerken machen. Ansonsten haben wir einen Bruch in der Kommunikation, und die Erwartungshaltung wird im Zweifelsfall enttäuscht. Und das ist nie ein guter Einstieg in eine neue Kundenbeziehung.

Katharina: Genau. Kommen wir noch mal direkt auf Facebook. Frage 28: Welchen Vorteil bietet der FB-Reiter „Veranstaltungen“?

Andreas: Ich könnte Veranstaltungen auch einfach so als Post schreiben. „Wir machen morgen Tag der offenen Tür, ihr seid alle eingeladen, wir freuen uns auf euch.“ Das wird ein Post mit einem normalen Bild, der erzeugt durchaus eine gewisse Wirkung, aber nur bei den Fans, die ihn tatsächlich dann auch zu Gesicht bekommen. Trage ich mein Event in die Rubrik Veranstaltungen ein, dann wird sie unter meinem Reiter, also im Reiter auf der Facebook-Seite, chronologisch in die Veranstaltungen eingereiht und sie gelangt auch darüber in den Facebook Kalender. Der Facebook Kalender wiederum gibt Hinweise auch an Menschen, die noch nicht Fan meiner Fanpage sind, sodass also mal der Hinweis kommen kann: Firma XY hat in Ihrer Nähe einen Event angelegt. Und dann werde ich zusätzlich darauf aufmerksam. Also es hat mehrere Vorteile, das zu tun und der Weg ist sehr einfach. Man klickt auf Veranstaltung und wird dann durch die Felder geführt, alles in Deutsch ordentlich beschriftet. Gibt es eigentlich gar kein Vertun.

Katharina: Kommen wir nochmal zurück zum Thema Positionierung. Frage 29: Verschenkt man mit einer spitzen Positionierung Potenzial?

Andreas: Das ist immer die Angst beim Thema Positionierung, beschränke ich mich und verliere ich dadurch nicht potentielle Kunden? Nein, tue ich nicht. Eine spitze Positionierung heißt: Ich suche mir ein ganz präzises Segment im Markt aus, ich suche mir ein spezielles Thema oder eine bestimmte Zielgruppe aus – und mit der gehe ich in die bezahlte Kommunikation. Das heißt, hierfür verwende ich tatsächlich Werbe-Euro, um diese Zielgruppe im Marktsegment zu erreichen. Das heißt nicht, wenn links oder rechts ein Interessent kommt und sagt, ich gehöre eigentlich nicht so genau in eure Zielgruppe, aber ich würde trotzdem gerne mit euch arbeiten, dass Ihr diesen wegschicken müsst. Wenn es passt, könnt ihr den gerne nehmen. Niemand muss einen Interessenten von der Bettkante stupsen, weil die Positionierung nicht zu 100 Prozent passt. Der Unterschied ist aber: Für diese Menschen, die ungefragt und ein bisschen zufällig als „Beifang“ reinkommen, für die habe ich kein Geld ausgegeben.

Katharina: Genau. Und das ist auch gerade für Gründer immer wieder ein wichtiger Punkt. Und schon sind wir bei der letzten Frage für heute. Wie fleißig Monatshörer schon mitbekommen haben, dreht sich diese Frage immer um die Heldenhelfer. Frage 30: Welche Berufe haben die Heldenhelfer gelernt? Heute möchten wir euch gerne mal erklären, welche Berufe die Heldenhelfer gelernt haben, denn wir waren nicht von Anfang an Heldenhelfer.

Andreas: Das stimmt wohl. Ich bin von Haus aus gelernter Bankkaufmann. Das war damals ein ehrenwerter Beruf. Dann habe ich die Werbeakademie in Frankfurt besucht, habe Publizistik studiert, und aus diesem Dreisprung entstand dann der Wunsch nach meinem Studium mich selbstständig zu machen. Ich habe eine Werbeagentur gegründet und vor zehn Jahren haben wir beide dann Die Heldenhelfer gegründet.

Katharina: Genau. Ich habe auch die Werbeakademie in Frankfurt besucht, allerdings zwei Jahre nach dir. Wir haben uns dort nicht kennengelernt, nein. Habe dann eine Ausbildung gemacht zur Touristikfachfrau, später noch Hotelbetriebswirtin studiert, habe eine Ausbildung gemacht zur internationalen Kongress- und Tagungsfachfrau (so hieß das damals noch, völlig offline). Und immer nebenher gearbeitet. Ich hoffe und denke jetzt, dass ich mein ganzes Wissen, was ich habe, seit zehn Jahren hier bei den Heldenhelfern gut einbringen kann.

Andreas: Ganz genau. So sieht es aus. Jetzt habt ihr ein bisschen mehr über uns erfahren. Ihr habt hoffentlich einige relevante Fragen für euch beantwortet bekommen. Wir freuen uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid, wenn es wieder heißt: 10×10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer.

Katharina: Macht’s gut. Wir wünschen euch eine schöne Zeit. Bleibt gesund!

Andreas: Alles Gute!

 

Katharina Grau und Andreas Pfeifer sind Berater bei der Marketingberatung Die Heldenhelfer in Wiesbaden, die 2020 ihr 10jähriges Firmenjubiläum feiert.


Die beiden Marketingberater helfen mit ihrer jahrzehntelangen Kommunikationserfahrung und ihrem Marketingwissen bei Markenaufbau und Positionierung, bei Marketingkonzepten und durch Schulungen, Seminare und Trainings. Im Mittelpunkt stehen die Hilfe zur Selbsthilfe und Do-it-yourself-Marketing.  

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