10×10 Fragen aus 10 Jahren Die Heldenhelfer – Episode 2

Die zweiten 10 Marketingfragen, die uns in den 10 Jahren der Heldenhelfer gestellt wurden – und unsere 10 Marketingantworten darauf.

10 x 10 Fragen aus 10 Jahren Marketingberatung Die HeldenhelferDies ist die Transkription des Video-Podcasts Episode 2 – das Video gibt es hier zu sehen.

Katharina: Hallo und herzlich willkommen zu unserer zweiten Episode 10×10 Fragen in 10 Jahren Die Heldenhelfer. Wir haben uns sehr gefreut über das tolle Feedback zu unserer letzten Episode und wollen auch gleich starten in die nächsten 10 Fragen. Bist du bereit?

Andreas: Ich bin bereit – und ich habe den Appell bekommen, ich soll diesmal nicht so viel reden, damit es ein bisschen kürzer wird. Schauen wir mal …

 

 

 

 

 

Katharina: Also starten wir mal mit der ersten Frage in Episode 2:

Frage 11: Wie bringe ich meine Webseite bei Google weit nach oben.

Andreas: Das ist natürlich eine Frage, bei der ich mich eigentlich nicht kurzfassen kann. Aber das Stichwort heißt SEO, abgekürzt für das englische Wort Search Engine Optimization, und das heißt zu Deutsch so viel wie Suchmaschinenoptimierung. Suchmaschinenoptimierung ist für uns alle wichtig. Und das hat nichts mit der Betriebsgröße zu tun. Und das hat auch nichts damit zu tun, ob ich dafür sonderlich viel Geld ausgeben kann oder nicht. SEO können wir schon mit relativ einfachen Mitteln machen. Wir bieten dazu SEO-Kurse an, was man auf seiner eigenen Website machen kann, um sie weiter nach oben bei Google zu bringen. Ein ganz wichtiger Punkt sind auch Empfehlungen bzw. Bewertungen. Empfehlungsmarketing ist bei Google sehr angesagt und auch ein gut gepflegter Google My Business Eintrag trägt zur Suchmaschinenoptimierung bei.

Katharina: Alles weitere kann man bei uns erfragen, wir stehen da gerne zur Verfügung.

Frage 12: Es gibt ja bei Instagram und Pinterest auch Business-Accounts. Was ist denn der Vorteil davon, einen Business-Account zu haben?

Andreas: Also zunächst mal muss man dazu sagen, sie sehen nicht sonderlich unterschiedlich aus im Vergleich zu den normalen Privat-Accounts. Wer schon einen Privat-Account bei Instagram oder Pinterest angelegt hat, der kann diesen kostenlos umwandeln in einen Business-Account. Und wenn er das dann gemacht hat, dann hat er zwei Vorteile: Erstens ist eine direkte Kontaktaufnahme möglich und zweitens – und das ist für mich ein sehr wertvoller Vorteil – bekommt man Statistiken. Das ist ähnlich wie bei Facebook, im privaten Profil bekomme ich keine Statistiken, im Business-Profil erhalte ich Statistiken, und genauso verhält es sich bei den Bilder-Netzwerken Instagram und Pinterest.

Katharina: Vielen Dank! Bewertungen, immer in aller Munde und immer, immer wieder ein großer Diskussionspunkt. Wie sieht das denn aus?

Frage 13: Ist es eine gute Idee Bewertungen zu kaufen?

Andreas: Sagen wir mal so, es ist eine weitverbreitete Idee. Denn, wenn man einen Account neu aufgemacht hat und wenn man neu im Markt ist, dann verfügt man natürlich zunächst mal noch nicht über Bewertungen. Dann kommt die erste Idee, ich bewerte mich selber. Finger davon! Bitte zu Hause nicht nachmachen! Die meisten Portale merken das und sperren dann entweder diese Bewertung, das ist noch der glimpfliche Fall. Oder sie sperren gleich alle Bewertungen und man fliegt aus dem Rennen, weil man versucht hat, das System hinters Licht zu führen. Schon kommt die Idee, „dann kaufe ich mir eben Bewertungen“. Und Bewertungen kaufen ist auch keine sonderlich gute Idee, denn erstens kaufe ich mir dort eine Fälschung und das ist nicht nur, sagen wir mal, gegen die guten Sitten, sondern das ist tatsächlich auch vom Gesetz verboten. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sieht nämlich eine Strafe vor, wenn man sich künstlich einen Vorteil verschafft. Und eine gekaufte gute Bewertung sieht ja so aus, als wäre das Unternehmen insgesamt auch besser bewertet und stünde besser im Markt da. Also Finger davon! Weder gekaufte Fans noch gekaufte Bewertungen sind rechtlich zulässig. Ergo: keine gute Idee.

Katharina: Kommen wir nochmal zurück zur Webseite. Wie sieht das denn aus mit dem Kontakt?

Frage 14: Wenn ich einen Menüpunkt „Kontakt“ habe, brauche ich denn dann unbedingt noch Kontaktinformationen auf jeder Seite?

Andreas: Eine typische Frage, die man eigentlich nur beantworten kann, wenn man die Userbrille aufsetzt. Diese Frage kommt eher aus Absendersicht. „Ich habe doch vorgesorgt mit einem Menüpunkt Kontakt“ oder „der User muss doch nur …“. Der User muss gar nichts. Der User ist faul, der User hat nur einen Mittelpunkt im Internet, das ist er selbst, und dem muss ich es so leicht wie möglich machen. Also kann ich mich nicht hinstellen und sagen: „Ach User, gehe doch bitte hoch auf den Menüpunkt“, sondern ich bilde meine Kontaktdaten, und zwar die, die für mich wichtig sind, überall auf der Seite ab, wo der User danach sucht. Und das ist sinnvollerweise entweder gleich im Kopf (z.B. Telefonnummer und E-Mail-Adresse) oder in der Seitenleiste, spätestens aber in der Fußleiste (Footer) auf jeder Seite sollte das wichtigste Kontaktelement oder die wichtigsten Kontaktelemente da sein. Ganz viele Webseiten werden nämlich nur aus diesem Grund aufgerufen.

Katharina: Ganz genau. Und schon sind wir bei der nächsten Frage.

Frage 15: Was bedeutet eigentlich Positionierung?

Andreas: Dazu könnte man ein eigenes Webinar machen. Und dieses Webinar wäre auch nicht in ein paar Minuten zu Ende. Im Endeffekt geht es darum, ein klares Profil auszuprägen, eine klare Botschaft zu haben, etwas anders zu machen als andere und eine wiedererkennbare Position im Markt einzunehmen. Daher das Wort Positionierung oder Positioning im Englischen. Das heißt, ich stehe für eine bestimmte Aussage, ich stehe für bestimmte Werte und ich werde anhand dieser Merkmale und meiner Angebote und meiner Nutzenargumentation wiedererkannt. Das ist Positionierung. Auch dazu bieten wir Marken- und Positionierungsworkshops an, wo wir dann individuell mit den Unternehmen oder auch mit den Einzelpersonen in die Tiefe gehen.

Katharina: In unseren Kommunikationsplänen, die wir mit Kunden zusammen erstellen, kommt immer wieder das Wort Redaktionsplan drin vor.

Frage 16: Wofür brauche ich einen Redaktionsplan und gibt es irgendwo Vorlagen?

Andreas: Redaktionspläne kommen, wie der Name schon sagt, aus Redaktionen, nämlich von Zeitungen und Zeitschriften. Die bauen sich in der Regel für einen längeren Zeitraum Redaktionspläne zusammen, wenn es Monatsmagazine sind oder Redaktionspläne, die dann für den Tag gelten, wenn es Tageszeitungen sind. Dort wird vermerkt, was will ich sagen und wann will ich es sagen. „Was will ich sagen“ ist also die inhaltliche Komponente, und „wann will ich es sagen“ ist die Kalenderkomponente. Diese beiden Dinge zusammen werden beispielsweise bei Social Media, aber auch generell bei Marketingplänen in einem Redaktionsplan zusammengefasst. Der Redaktionsplan gibt also Auskunft darüber, was will ich sagen, an welchem Tag will ich es sagen, über welchen Kanal will ich es wiedergeben, aus welchen Elementen besteht meine Botschaft, also Text, Video, Bild, Schaubild und ähnliches. Und für die Kontrollfreaks unter euch ist es vielleicht auch noch wichtig festzuhalten, wer sich darum kümmert und wie weit der Inhalt schon vorbereitet ist. Das macht man üblicherweise in Excel-Tabellen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, Katharina ist eine kleine Excel-Königin, ich überhaupt nicht. Und ich bin froh, dass es Menschen gibt, die solche Relationspläne schon zusammengestellt haben. Ein Beitrag der OnlineMarketing-Praxis bietet Redaktionspläne aktuell für 2020 zum Download. Einfach mal schauen, welcher euch gefällt und den dann einsetzen. Im ersten Jahr macht das richtig Arbeit, weil der Plan ist leer. Ab dem zweiten Jahr habt ihr eine Blaupause und diese Blaupause könnt ihr dann entsprechend dem aktuellen Kalendarium anpassen, da ist die Hälfte der Arbeit mindestens schon gemacht.

Katharina: Ganz genau. Hälfte der Arbeit schon gemacht, vielleicht auch bei dem nächsten Punkt: Wir sprechen bei uns im Direktmarketing immer über Newsletter.

Frage 17: Ist ein Newsletter eigentlich noch up to date oder eher old fashioned?

Andreas: Wenn wir es Kunden vorschlagen, hören wir immer: Das ist doch old fashioned. Wer braucht das denn heute noch? Es gibt doch viel schickere Elemente, speziell im Social-Media-Bereich wird das meistens unterstellt. Und in Zeiten des Influencer-Marketings klingt ein Newsletter tatsächlich etwas verstaubt wie ein Echo aus grauer Marketing-Vorzeit. Dem ist aber nicht so. Nach wie vor erfreuen sich Newsletter nicht nur großer Beliebtheit, vorausgesetzt, ich habe sie abonniert und bekomme sie nicht unaufgefordert zugeschickt. Sie erfreuen sich deshalb auch bei Marketingabteilungen und Unternehmern und Unternehmerinnen großer Beliebtheit, weil sie eine hohe Conversion-Rate aufzeigen, also Conversion, die Umwandlung eines Online-Interessenten in einen Offline-Käufer. Und da ist der Newsletter ganz besonders stark. Wenn er geschickt aufgebaut ist und wenn man weiß, wie man damit umgeht, ist es ein ganz starkes Marketinginstrument. Wir versenden selber unseren Newsletter einmal im Monat. Wer noch nicht drin ist, darf sich gerne zu den Marketingtipps anmelden und dann sieht man schon mal, wie man solche Newsletter aufbauen kann. Machen wir natürlich auch für Kunden.

Katharina: Auch hier macht die erste Ausgabe natürlich am meisten Arbeit, aber dann steht es und man muss den Rahmen aktuell mit Inhalten füllen.

Andreas: Auch dafür kann man wieder einen Redaktionsplan nutzen.

Katharina: Genau. Kommen wir nochmal zurück zu unserer Gründerberatung. Auch hier werden wir oft von Gründern gefragt, die vor allem als Einzelunternehmer tätig sind:

Frage 18: Wenn ich Solopreneur bin, spreche ich dann im Marketing von „wir“ oder von „ich“?

Andreas: Das haben sich ganz viele sicherlich schon gefragt, die als One-Women-Show oder One-Man-Show auftreten. Ein Interessent, spätestens aber ein Kunde merkt relativ schnell, ob da ein Team zusammensitzt oder ob das eine Einzelperson ist. Wir raten immer dazu: Macht es ehrlich und macht es so, wie es den Tatsachen entspricht. Wenn ich alleine bin, dann spreche ich bitte von „ich“ und nicht von „wir“. Ich versuche mich nämlich dadurch größer zu machen, vom Team her oder von den Mitarbeitern her, als ich bin. Ich kann immer darauf hinweisen, es gibt ein Netzwerk um mich herum oder es gibt Freelancer um mich herum, die mich unterstützen. Aber wenn ich allein bin, dann sag ich das auch sinnvollerweise.

Katharina: Genau. Wir sind übrigens zu zweieinhalb. Ein halber Hund gehört noch dazu. Nein, ein ganzer Hund. Aber Lou ist so faul, die macht nichts außer bellen.
Wir sind quasi schon auf der Zielgeraden und sind bei der nächsten Frage. Und da dreht es sich nochmal um die Kommunikationsmaßnahmen, Stichwort Pressearbeit:

Frage 19: Wo bekomme ich Adressen für die Pressearbeit her, wenn ich Kontakt zu Journalisten aufnehmen möchte?

Andreas: Auf der lokalen Ebene ist das in der Regel relativ einfach. Es gibt nicht so viele lokale Redaktionen, das heißt, hier kann ich mir über ein Branchenbuch oder über die Mediadaten der einzelnen Verlage die Adressen und Telefonnummern zusammensammeln. Möglicherweise muss ich auch mal in einer Redaktion anrufen und fragen: Wer ist denn meine Ansprechpartnerin, mein Ansprechpartner zu einem bestimmten Thema? Dann bekomme ich auch einen Namen raus und bekomme eine E-Mail-Adresse genannt, an die ich meine Pressebeiträge schicken kann. Wer ein bisschen über den lokalen oder über den regionalen Markt hinaus arbeiten möchte, der kann sich beispielsweise bei seiner örtlichen IHK oder Handwerkskammer erkundigen. Die haben zumindest bis zur DSGVO Presselisten rausgegeben, manchmal findet man auch noch ältere Presselisten im Netz. Das muss man einfach schauen. Ansonsten gibt es natürlich auch dazu Agenturen, die sowas selber zusammenstellen, das heißt, zu bestimmten Themen thematische Presseverteiler erstellen, die man dann nutzen kann. Und es gibt kommerzielle Verlage, die solche Adressen sammeln, regelmäßig aktualisieren und dann auch zur Verfügung stellen. In Pressebereichen sehr bekannt und sehr beliebt ist das Verzeichnis von Zimpel, aber es gibt auch noch andere, z.B. PR-Gateway. Das heißt, ich kann hier wählen zwischen „ich mache mir die Arbeit selbst“ oder „ich lasse sie machen und zahle lieber ein bisschen Geld dafür“.

Katharina: Fein! Und schon sind wir bei der letzten Frage in Episode 2 – und das ist eine Frage, die sich wieder um die Heldenhelfer dreht, weil wir ganz oft dazu befragt worden sind:

Frage 20: Woher kommt eigentlich der Name „Die Heldenhelfer“?

Andreas: Als wir zusammensaßen, um die Heldenhelfer zu gründen, hatten wir zunächst einen anderen Arbeitstitel und wir waren aber noch nicht so ganz glücklich mit dem Arbeitstitel. Dann fiel Katharina eine Geschichte ein, die wir noch zu Agenturzeiten, wo wir vorher beruflich unterwegs waren, erlebt hatten. Eine Kundin stand bei einem Event in einem großen Zirkuszelt und sagte beim Abbau ganz beseelt (sie hatte von vielen Gästen ein großes Lob eingefahren) zu uns beiden: Ach, ihr habt das so toll gemacht, ihr seid meine Helden. Dann sagten wir: Wir sind nicht die Helden, du bist die Heldin. Du bist die Kundin. Dann sagte sie mit dem Brustton der Überzeugung: Dann seid ihr meine Heldenhelfer. Das war etliche Jahre her, aber Katharina erinnerte sich noch daran. Und so sind wir auf die Suche gegangen und haben geschaut, ob die Marke Heldenhelfer noch frei ist. Es gab damals ein Videoportal gleichen Namens, wir wissen gar nicht, ob das im Moment noch existiert. So haben wir uns dann „Die Heldenhelfer“ genannt und „Die Heldenhelfer“ ist nicht nur als Marke eingetragen, sondern ist tatsächlich auch mittlerweile im Gastgeber-Markt zu einer gewissen Bekanntheit gekommen. Ganz viele erinnern sich an den Namen. Am Anfang kommt immer so ein kleines Augenrunzeln oder ein Schmunzeln, aber wenn es mal im Kopf drin ist, ist es eine Marke, die sehr gut funktioniert. Und zusammen mit unserem Heldenhelfer-Grün hat sie mittlerweile durchaus eine hohe Wiedererkennung.

Katharina: Und nicht nur das, wir werden auch von Leuten angeschrieben, die uns gar nicht kennen. Nicht „Sehr geehrte Frau Grau“, „Sehr geehrter Herr Pfeifer“, sondern „Liebe Heldenhelfer“, und besser kann es doch eigentlich gar nicht sein.
So, das waren die 10 Fragen für den März. Wir hoffen, wir konnten den ein oder anderen Input geben. Und freuen uns, wenn wir dann im April wieder zusammensitzen und viele gute Feedbacks bis dahin bekommen haben. Und sagen einfach mal: Tschüss! Und genießt den langsam ankommenden Frühling.

Andreas: Genau. Freut euch auf die nächsten 10×10 Fragen aus 10 Jahren Heldenhelfern. Bis dahin gute Zeit und bis dann.

Katharina: Tschüss!

 

10 Jahre Marketingberatung Die HeldenhelferKatharina Grau und Andreas Pfeifer sind Berater bei der Marketingberatung Die Heldenhelfer in Wiesbaden, die 2020 ihr 10jähriges Firmenjubiläum feiert.

Die beiden Marketingberater helfen mit ihrer jahrzehntelangen Kommunikationserfahrung und ihrem Marketingwissen bei Markenaufbau und Positionierung, bei Marketingkonzepten und durch Schulungen, Seminare und Trainings. Im Mittelpunkt stehen die Hilfe zur Selbsthilfe und Do-it-yourself-Marketing.  

 

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