Cross Posting in Social Media: Pro und Contra

Was spricht für bzw. gegen die Verbreitung von Social Media-Posts via Crossposting

Crossposting in Social MediaGerade in der Hotellerie und Gastronomie, wo Arbeitszeiten eng getaktet sind und fürs Hotelmarketing und Restaurantmarketing oft wenig Zeit bleibt, wird nach Vereinfachung gesucht, um die eigenen Posts in den Sozialen Netzwerken möglichst schnell und flächendeckend im Netz zu streuen. Cross Posting – also das gleichzeitige Ausspielen von Marketing Content über entsprechende Tools auf mehrere Netzwerke gleichzeitig – kann eine Lösung sein, doch gerade in Social Media ist die Verbreitung des Contents über Crossposting-Tools ein zweischneidiges Schwert.

Für Crossposting spricht

  • Ich kann schnell Inhalte verbreiten.
  • Ich kann mit entsprechenden Tools Posts vorbereiten.
  • Ich kann vorbereitete Posts zeitgliech an mehrere Netzwerke ausspielen.
  • Ich spare Zeit, weil ich nicht jede Plattform einzeln aufrufen muss.
  • Ich kann bei vielen Tools aus meinem Set die Netzwerke einzeln bestimmen.

Gegen Crossposting spricht:

  • Ich versorge die Netzwerke zeitgleich, unabhängig vom jeweiligen User-Verhalten.
  • Ich treffe nicht die Tonality des einzelnen Netzwerks (Stil, Länge, Abk. …).
  • Ich muss anschließend die Interkaktionen trotzdem individuell bearbeiten.
  • Ich nerve mitunter Fans, die mir auf mehreren Plattformen folgen.
  • Ich spiele Inhalte ungerichtet aus, ohne auf die jeweilige Zielgruppe zu achten.
  • Ich gerate im schlimmsten Fall unter SPAM-Verdacht.

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, der sollte sich folgende Crossposting-Tools anschauen: Hootsuite, Post Planner, Edgar, CoSchedule, Buffer, Recurpost, Social Pilot und eClincher. Fast alle bieten eine kostenlose Basis-Version zum Testen an. Einen guten Vergleich lässt die Planungstool-Übersicht von Kollegin Birgit Schultz von Marketing-Zauber zu.

Fazit: Es gilt also abzuwägen, ob die Pro’s die Contra’s überwiegen (oder umgekehrt). Routinierte Poster werden die Zeitersparnis kaum spüren. Für Einzelkämpfer oder sehr kleine Betriebe mit vielen weiteren Baustellen ist Crossposting durchaus überlegenswert – zumindest für den Anfang. Die Heldenhelfer beraten hierzu gerne individuell.

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2 Gedanken zu „Cross Posting in Social Media: Pro und Contra

  1. Andreas Pfeifer Beitragsautor

    Da gebe ich Dir voll und ganz recht, liebe Birgit.

    Im seltensten Fall sind die Instrumente schuld. Es geht um den überlegten Umgang mit diesen. Und das hast Du in Deinem Kommentar vortrefflich aufgezeigt. Heldendank für Deine Ergänzung und die wertvollen Impulse!

    Kollegiale heldenhafte Grüße
    Andreas

  2. Birgit Schultz

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für Deine Verlinkung meines Beitrags – und den knappen aber sehr wichtigen Beitrag. Ich möchte gerade zu den Contra-Punkten einige Anmerkungen machen, denn nicht die Tools sind das Problem, sondern unreflektiertes Crossposting:

    „Ich versorge die Netzwerke zeitgleich, unabhängig vom jeweiligen User-Verhalten.“

    Das muss nicht sein. Gerade Edgar und Recurpost aber auch Social Pilot und Postplanner (beispielsweise) bieten eigene „Sendeschemata“ für jedes verbundene Netzwerk an. So dass ich etwa auf Twitter 5x täglich etwas poste, auf meiner Facebook-Seite aber nur ein oder zwei Mal. Man muss sich bei der Einrichtung etwas Mühe machen, dann passt es aber.

    „Ich treffe nicht die Tonality des einzelnen Netzwerks (Stil, Länge, Abk. …).“

    Auch das entfällt, wenn man entsprechend vorplant. Ich mache es gern so, dass ich erst den längeren Facebook-Post formuliere und dann für Twitter runterkürze. Auch Du/Sie Varianten (Facebook = Du, XING = eher Sie) lassen sich so gut einbauen.

    „Ich muss anschließend die Interaktionen trotzdem individuell bearbeiten.“

    Ja, das macht Social Media nun mal aus. 🙂 Die Netzwerke lieben aber Interaktion – und wenn wir ehrlich sind, wir doch auch. Auch für Gastronomen sollte das machbar sein – da sich vieles auch mal eben schnell mobil machen lässt. Wenn die Fans merken, dass man zwar nur einmal täglich, dafür aber zuverlässig reagiert, ist das kein Problem. Nicht in jeder Branche sind Reaktionszeiten von unter einer Stunde Pflicht.

    „Ich nerve mitunter Fans, die mir auf mehreren Plattformen folgen.
    Ich spiele Inhalte ungerichtet aus, ohne auf die jeweilige Zielgruppe zu achten.“

    Nach meinen Erfahrungen muss es schon sehr penetrant immer wieder derselbe Inhalt sein, bis sich Fans und Follower genervt fühlen. Mein Tipp dazu: Nicht nur eigenen Inhalt posten, sondern immer auch wertvolle ergänzende Inhalte von anderen. So kommt Abwechslung in die Timeline und der Mehrwert steigt.

    Zauberhafte Grüße
    Birgit

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