Nutzbare Trends für die Gastronomie

5 Trends für das Jahr 2013,

von denen Sie als Gastronom profitieren

Trends Gastronomie„Trend“,das klingt irgendwie immer nach hypermodern und brandneu. Ist es oft aber gar nicht. Vieles, was „im Trend“ ist, hat häufig mit Tradition und Rückbezug auf alte Werte zu tun.

Ein Beispiel: Bestimmt kennen Sie das Magazin „LandLust“, vielleicht haben Sie es sogar für Ihre Gäste abonniert? Es ist das erfolgreichste neue Magazin im deutschen Markt. 2006 mit 130.000 verbreiteten Exemplaren gestartet, hat es im vergangenen Jahr die Ein-Millionen-Grenze geknackt. Mit Küchen- und Rezeptideen, Gartentipps und Beiträgen zum ländlichen Wohnen und Leben entschleunigt das Magazin seine Leser vom hektischen Alltag und „verführt“ sie in eine kleine, heile Welt voller Ursprünglichkeit. Und damit sind wir schon beim ersten Trend-Tipp.

1. Regional ist Kult

Wir kommen nicht von der „LandLust“ los: In der aktuellen Ausgabe geht es um regionale Eintopf-Klassiker, einst Inbegriff der gutbürgerlichen und biederen Küche. Und diese deftigen Gerichte mit regionalem Gemüse sind heute auch in den angesagtesten jungen Szene-Restaurants in Berlin-Mitte kaum noch von der Karte wegzudenken. Warum? Je globalisierter die Welt, desto größer das Bedürfnis, auch die Welt vor der eigenen Haustür (wieder) zu entdecken. Nutzen Sie diesen Trend: Wie wäre es mit einer üppig belegten Stulle statt des Sandwichs auf der Karte? Ihre Region ist bekannt für ein bestimmtes Gemüse, eine Brotspezialität, eine besondere Zubereitungsart? Ran an den Topf! Gibt es ein Familienrezept, das Sie immer mal schon wieder kochen wollten? Tun Sie es! Das führende Gastronomie-Magazin „Falstaff“ hat kürzlich seine Gourmetclub-Mitglieder gefragt, welche Küchenrichtung zurzeit am innovativsten ist. Raten Sie mal: Regional! (70 % der Befragten).

2. Digital ist normal

Dass keine Missverständnisse aufkommen: Die Sehnsucht nach Regionalem und alten Rezepten bedeutet nicht, dass es weniger digital wird in der Gastronomie. Im Gegenteil: Immer mehr Menschen informieren sich über diesen Weg, wo es sich gut essen und trinken lässt – und greifen immer häufiger auf Online-Bewertungs- und Buchungsportale zurück. Menschen aller Altersgruppen, in der Stadt wie auf dem Land. Ihre Aufgabe für 2013 ist: fit werden für die digitale Welt. Sonst erreichen Sie neue Gäste immer seltener, auch wenn alles andere bei Ihnen stimmt. Unser Tipp: Holen Sie sich einen Profi dazu, es ist eine Investition in die Gegenwart, nicht mehr die Zukunft.

Experten-Statement: Severin Lucks, deLucks Internet Manufaktur, München: „2013 wird das Jahr der Vernetzung. Dienste wie Google’s Zagat oder Google+ liefern Infos über die besten Betriebe. Die Interessenten können dann direkt aus Google (mit OpenTable) ihre Reservierung tätigen und dann sogar vor Ort mit OpenTabs bestellen. Mit Newslettern, Facebook, Google+, Twitter und Pinterest binden Sie Ihre Kunden.“

3. Simplexität ist das Zauberwort

Trendforscher entwickeln neue Wörter, so genannte „Neologismen“, wenn sie einen Trend identifiziert haben. „Simplexität“ ist so ein Trend, das Wort ist zusammengesetzt aus „simpel“ und „komplex“. Hierbei geht es darum, komplexe individuelle Bedürfnisse auf eine einfache, leicht zugängliche Art und Weise zu befriedigen. Für den Bereich der Gastronomie zum Beispiel, seinen Gästen ein komplexes, besonderes Geschmackserlebnis zu bieten, mit Zutaten und Zubereitungsweisen, die nur der Profi vorrätig bzw. im Repertoire hat. Aber bitte zugleich simpel inszeniert: Lieber zehn Gerichte zur Auswahl bieten statt mehreren Dutzend. Nichts ist anstrengender für den Gast, als sich über seitenlangen Karten nicht entscheiden zu können.

Zutaten, Geschmack und Wirkung einfach und klar verständlich auf der Karte beschreiben – am Tisch sollten Sie sich ausgedehnte Erklärungen hingegen sparen, nur auf Rückfrage des Gastes liefern. Denn er will auch komplexe Speisen einfach nur genießen, wie der Herausgeber des Genuss-Magazins Effilee, Vijay Sapre, in seinem schönen Beitrag für das „Manager Magazin“ schreibt.

4. Je schwerer die Zeiten, desto wichtiger wird die Gastronomie

Gerade, wenn das Klima rauer wird, ist die Gastronomie ein Zufluchtsort für die Menschen, eine kleine Auszeit, ein „Urlaub für zwei Stunden“. Die Gastronomie ist der „dritte Ort“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz, an dem auch mal durchgeatmet werden kann, wenn die Zeiten fordernd sind. Sie wissen es ja längst: Ihre Gäste wollen nicht nur satt werden und ihren Durst stillen, sie wollen auch für ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen. Der Besuch des italienischen Restaurants oder das „Essen beim Griechen“, es ist immer auch ein Kurzurlaub. Schaffen auch Sie diesen Effekt: mit einem stilvollen Ambiente, einem individuellen Angebot und ja, auch mit einem Service, durch den sich der Gast wie ein Urlaubsgast fühlen darf (übrigens auch der Stammgast!). Dann tanken Ihre Gäste bei Ihnen auf. Dass Sie dafür nicht zwangsläufig exotische Dinge auftischen müssen, wissen Sie ja, wenn Sie den ersten Trend gelesen haben.

5. Das neue Design: gemütlich und farbenfroh

Früher musste zeitgemäßes Gastronomie-Design vor allem eines sein: cool. Also geradlinig und puristisch. Das typische Einrichtungs-Element war der Lounge-Würfel. Diese Zeiten sind erst einmal vorbei: Heute wünscht sich der Gast ein gemütliches Ambiente, mit „Wohnzimmer-Charakter“. Damit es wie ein echtes, nicht wie ein Möbelhaus-Wohnzimmer aussieht, dürfen alte Familien-Erbstücke das Interieur schmücken, ob ein Schaukelstuhl oder Schwarz-Weiß-Portraits der Vorfahren. Wo früher viel Weiß für Klarheit sorgte, verbreiten heute kräftige Farben Freude: Rot, Blau, Senftöne … und, ganz aktuell, kommen Smaragdfarben – Grün-Blau-Töne – aus der Mode- in die Einrichtungswelt. Besondere Effekte erzielen Sie, wenn Sie Farben kreativ kombinieren, ohne dass es dabei wahllos-kunterbunt zugeht. Unser Tipp: Googeln Sie zur Inspiration mal den Suchbegriff „Colour Blocking“.

Die Heldenhelfer machen Marketing für Gastgeber und wünschen viel Erfolg beim „trendsetzen“!

Quelle: http://www.DasGastroPortal.de

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